Informationen


Allgemeines:

 

Wir empfehlen eine Studienfahrt nach Auschwitz für Jugendliche ab Klassenstufe 9. Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit der Bildungs-WG e.V., der Schulleitung und den verantwortlichen Klassenlehrer*innen statt. Möglich und erwünscht ist auch die Begleitung und Mitwirkung von Eltern.

 

Aufgrund der steigenden Besucherzahl in den Gedenkstätten der ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz/ Birkenau (2,1 Millionen Besucher Stand 2017) wird für die Organisation einer Gedenkstättenreise mind. 1 bis 1,5 Jahre Planungsvorlauf benötigt v.a. um die Unterkunft für die Gruppe zu reservieren. Die Unterbringung erfolgt in einer Bildungsstätte in der Kleinstadt Oswiecim. Das Haus ist für Gruppen mit dem Ziel einer intensiven Auseinandersetzung der Thematik vor Ort gut geeignet. Es sind Seminar- und Aufenthaltsräume sowie Veranstaltungstechnik für Gruppe bis 150 Personen vorhanden. In Zusammenarbeit mit der pädagogischer Abteilung der Bildungsstätte, den Staatlichen Museen Auschwitz/ Birkenau sowie einzelnen Referenten vor Ort stellen wir die Programme zusammen.

 

 

Möglicher Ablauf des Projektes:

 

1. Vorstellung des Projektes an der Schule

 

2. Informationen für Eltern in einem gemeinsamen Elternabend

 

3. Abschluss einer Vereinbarung über die Zusammenarbeit und Festlegung eines Zeitplanes für das Projektes

 

4. Erstes Vorbereitungstreffen in der Schule mit den begleitenden Lehrer*innen und ggf. Eltern (Vorstellung des Projektes und Heranführung an das Thema)

 

5. Zweites Vorbereitungstreffen in der Schule mit den begleitenden Lehrer*innen und ggf. Eltern (Organisatorisches, Besprechung der inhaltlichen Arbeit in Workshopgruppen vor Ort u.a.)

 

6. Vorbereitungstag für teilnehmende Schüler*innen und Lehrer*innen (ggf. Eltern) an der Schule mit dem Ziel der organisatorischen und inhaltlichen Vorbereitung der Reise

 

7. Durchführung und Begleitung der 5-tägigen Gedenkstättenfahrt nach Oswiecim/ Auschwitz (Programm beinhaltet u.a.: Besichtigung der Stadt Oswiecim und Führung im jüdischen Zentrum, Besuch und Studienführungen in den Gedenkstätten Auschwitz 1 (Stammlager), Auschwitz 2 (Birkenau) und der Länderausstellungen, Einblick in Kunstaustellung, Besuch Krakau mit individuellem Aufenthalt und Zeitzeugengespräch, thematische Workshops z.B. Archivarbeit und Multimediapräsentationen u.a.)

 

8. Impulse für Abschluss des Projektes z.B. in Form eines Präsentationsabends für Eltern, Lehrer*innen, Schüler*innen gestaltet mit Hilfe der Ergebnisse der Workshopgruppen

 

 

Finanzielle Fördermöglichkeiten:

 

Die BildungsWG e. V.  kann als außerschulischer Träger für die Teilnahme von Jugendlichen an Gedenkstättenfahrten nach Auschwitz finanzielle Mittel des Kinder- und Jugendplans des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Soziales beantragen.

 

 

Unsere Erfahrung mit dem Projekt...

 

... sind durchweg positiv, auch wenn es bei einigen Jugendlichen und/ oder Eltern  anfängliche Bedenken gibt, an einen solchen Ort zu reisen. Die Begegnung mit dem authentischen Ort ist intensiv, bewegend und öffnet bei den Heranwachsenden den Horizont im Blick auf ihr Handeln und damit verbundene Verantwortung für das nähere Umfeld und für die Gesellschaft in der sie leben wollen. Beeindruckt ist für viele Teilnehmer*innen auch, dass es sich um einen Ort der internationalen Begegnungen handelt. Viele jungen Menschen aus verschiedenen Ländern kommen in die Gedenkstätten, weil sie etwas über die Geschichte erfahren wollen.

 

Außerdem ist Auschwitz auch wie ein Blick in einen Spiegel. Ich sehe mich: Ich bin auch ein Mensch. Hier haben Menschen Menschen gequält. Das Erlebte und Gehörte wirft viele Fragen auf: Warum jüdische Menschen? Warum wurden Polen hier eingekerkert? Warum wurden Sinti und Roma getötet? Wer waren die Täter? Was hätte ich getan? Die Heranwachsenden befinden sich selbst in einer Phase, in der sie sich Sinnfragen stellen. Auch deshalb spricht sie die Thematik an. Das Thema "Auschwitz" wird in die heutige Zeit transportiert. Es bleibt kein Thema in der Geschichte, sondern wird zum Thema für die Zukunft: Was heißt das heute - für mich persönlich und meine Haltung?

Wir freuen uns über Ihr Interesse und auf eine Zusammenarbeit. Vereinbaren Sie gern einem Treffen mit uns, um nähere Informationen zu Gedenkstättenfahrten zu erhalten und Fragen zu klären. Unsere WG-Tür ist geöffnet.